Chen Tai Chi Chuan Aachen
Chen Taijiquan Aachen
MH Tai Chi Aachen
(MH Taiji)

Willkommen bei Chen Taijiquan / MH Taiji Aachen
(Siehe auch mh-taichi-aachen.de)
Was ist Taijiquan (bzw. Tai Ch Chuan)?
Und was bedeutet Chen Taijiquan?
Taijiquan ist eine alte Kampfkunst aus China.
Gebräuchlich sind die Bezeichnungen Taijiquan und Tai Chi Chuan, wobei Taiji das PinYin-Transkript ist (moderner und heute meist verwendet), Tai Chi Chuan das nach dem Wade-Gilles-System. Chen Taijiquan wäre also die modernere Bezeichnung.
Oft wird Taiji oder Tai Chi als Abkürzung verwendet, jedoch ist das nicht ganz korrekt. Taiji / Tai Chi hat eine andere Bedeutung. Dazu später mehr.
Die ersten historisch dokumentierten Quellen über Taiji oder mögliche Vorläufer stammen ca. aus dem 16. Jh. n.Chr.
Im Laufe der Zeit entwickelten sich verschiedene (Familien-) Stile, wie heute auch noch ausgeübt und unterrichtet werden, wobei bekanntesten Stile wohl Chen, Yang, Wu, Wudang und Sun sind.
Mehr zur Geschichte und Entwicklung von Taiji lesen Sie auf der Seite Historie.
Taiji im Chen-Stil wurde entwickelt von der Familie Chen im 17. Jahrhundert.
Als erster bekannter Repräsentant bzw. Generation der Chenfamilie. gilt Chen Bo. Um 1374 siedelte er in die Provinz Henan um. Das Dorf, in dem er wohnte, kennt man heute unter Chenjiagou und gilt als Ort des Ursprungs des Chenstils.
Wie unter „Historie“ beschrieben, gilt der Chen Stil als älteste Form und historische Ausgangsform für die sich später entwickelnden Taijiquan-Stile
Der Chenstil ist tendenziell meist dynamischer, explosiver und „kämpferischer“ in den üblicherweise heute gelehrten Formen des Yang.-Stils.
Die Handformen des Chen Taijiquan
Die 1. Form alter Rahmen (alte Stellung) „Laojia Yilu“. Je nach Zählweise mit 73-75 Elementen ist sie zumeist sanft und fließend mit nur relativ wenigen dynamischen Teilen.
Des weiteren gibt es die 2. Form alter Rahmen „Laojia Erlu“, auch Paochui / Cannon Fist genann, mit 41-43 Elementen, ist dynamisch und explosiv in den Bewegungen.
Des Weiteren gibt es die 1. sowie die 2. Form neuer Rahmen „Xinjia Yilu“ und „Xinjia Erlu“. Diese Formen haben 83 bzw. 71 Elementen (nach Chen Fake oder Chen Zhaokui) und legen (noch) mehr Betonung auf Spiralkraft und Biomechanik. Dazu gibt es z.B. noch die Formen Xiaojia Yilu bzw. Xiaojia Erlu („kleiner Rahmen/ Stellung“) mit 73 und 41 Elementen.
Es gibt im Chenstil auch noch kürzere Formen, als da wären die Formen mit 38, 19 und 9 Figuren nach Chen Xiaowang oder auch 18 Elementen (Chen Zhenglei), 13er Form /Chen Biing) , 24er oder 42er Formen (Wang Xian). Diese Formen sind gut geeignet, wenn man z.B. mal nicht die Zeit hat, eine große Langform zu trainieren, aber trotzdem Taiji üben möchte. Hiermit sind teils auch Formen verfügbar, die teils in „vereinfachter“ Ausführung gut für Einsteiger geeignet sind..
Diese „Starter“-Formen beinhalten i,d,R. wichtige bzw. die wichtigsten Elemente des Chen-Stils, damit der Stil nicht reduziert wird. Aber gerade zu Anfang muss man sich nicht gleich 50-70 Figurenabfolgen auf einmal merken. Bei den Langformen empfiehlt es sich, die Formen in 4-5 Abschnitten zu erlernen.
Die Waffenformen des Chen Taijiquan (Auswahl) :
Schwertform (Dan Jian) – 50 Elemente (WCTAG)
Doppelschwertform (Shuang Jian) – 35 Elemente (WCTAG)
Säbelform (Dan Dao) – 23 Elemente (WCTAG)
Doppelsäbelform (Shuang Dao) – 35 Elemente (WCTAG)
Stock / Speer (Gun) – 67 Elemente (WCTAG)
Langstock (Dagun) 13 Elemente
Kurzstock einzeln / doppelt (WCTAG)/Jan Silberstorff)
Doppelstock 35 Elemente
Hellebarde (Guan Dao) – 30 Elemente (WCTAG)
Seidenübungen, Spiralkraft, Stehende Säule
Spiralkraft
Typisch ist die „Spiralenergie“, abgeleitet von der Seidenraupe, weil diese sich spiralförmig bewegt, in den Formen und Übungen zum Ausdruck kommt.
Die“Seidenübungen“ (Chansigong, weil benannt nach dem Aufspulen / Drehen von Seidenfäden) zeigen und trainieren diese Dynamik.
Stehende Säule
Die „stehende Säule“ (Zhan Zhuang), auch bekannt als ein zentrales Element des Chen -Stils, ist eine Meditation und Kraftübung / Qi-Fluss-Übung im Stehen. Ähnlich gibt es diese Übung auch im Qi Gong.
Schiebende Hände (Tuishou / Push-Hands)
Push-Hands sind Partnerübungen, weil sie dadurch gegenseitig u.a. Standfestigkeit, Druckübungen, Energiefluß trainieren. Dadurch sind sie auch für Taiji-Anwendungen für den Nahkampf förderlich, um sicher zu stehen und Kraft effektiv übertragen zu können. Es gibt hier auch Wettkämpfe im Tuishou.
Der Chen-Stil nach Chen Xiaowang (Schüler von Chen Zhaokui, Verband in Deutschland: WCTAG), ist der Stil, mit dem ich mich bevorzugt beschäftige. Zudem lerne ich auch nach der Linie des CTND (Chen Yu, Sohn von Chen Zhaokui). Beide Linien gehen auf Chen Zhaokius Lehrer, Chen Fake, zurück bzw. auf Chen Fake´s Urgroßvater Chen Changxing). Es gibt aber auch andere Varianten / Linien im Chen, wie oben bei den Handformen beschrieben.
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